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Auslandsprojekte

Solidarische Entwicklungszusammenarbeit heißt für uns partnerschaftliche Unterstützung von Menschen im Süden in ihren Bestrebungen Armut, Not und soziale Benachteiligung zu verringern und Formen demokratischer Selbsthilfe und Selbstbestimmung zu entfalten. Wir unterstützen dazu Vorhaben, die auf die Befriedigung der Grundbedürfnisse nach sauberem Wasser, Gesunderhaltung, Bildung sowie auf einkommensschaffende Maßnahmen gerichtet sind. Darüber hinaus dienen sie der Förderung von Reformprozessen, der Dezentralisierung und Demokratisierung und orientieren sich an der bestehenden sozialen und natürlichen Umwelt. Seit ihrer Gründung hat die GSE insgesamt rund 50 Projekte in Indien, Ghana, Tansania, Chile, Bangladesh, Indonesien, Bolivien und Kamerun durchgeführt.


Wir arbeiten dabei eng mit Partnerorganisationen in den Ländern des Südens zusammen. Als Vertreter der lokalen Bevölkerung unterbreiten sie Vorschläge für sinnvolle Projekte, artikulieren die Interessen bedürftiger Gruppen und übernehmen die konkrete Umsetzung vor Ort. Unsere Projekte werden in der Hauptsache von der Europäischen Union, vom BMZ, von der Stiftung Nord-Süd-Brücken gefördert. Einen weiteren nicht unbeträchtlichen Anteil leisten Einzelspender*innen und eine Reihe weiterer Stiftungen.


Entwicklungszusammenarbeit verstehen wir als einen Lernprozess. Unsere Projekte sind auch ein Mittel, Beziehungen zu Menschen des Südens aufzubauen. Die langfristige Kooperation erlaubt ein Klima des Vertrauens, in dem wir einen offenen und intensiven Erfahrungsaustausch mit unseren Partnern hinsichtlich der gemeinsamen Projekte pflegen. Darüber hinaus schaffen wir Gelegenheit, die Lebenswelt des jeweils anderen kennenzulernen. Mehrere interkulturelle Begegnungsprogramme führten Menschen aus den Partnerländern in unser Land und ermöglichten interessierten Deutschen, die Orte der Projekte hautnah zu erleben.

 

 

Partnerschaft in Zeiten der Pandemie

 

Echte Freunde erkennt man in der Not, sagt ein bekanntes Sprichwort. Das trifft auch auf unsere bestehenden Partnerschaften in der Corona-Zeit zu. Die Folgen der Pandemie sind für die meisten Menschen im Globalen Süden existenziell bedrohlich. In unseren Partnerländern Indien und Bolivien sind soziale Sicherungssysteme kaum vorhanden. Die wenigsten Menschen verfügen über finanzielle Reserven, der Staat ist zu umfangreichen Hilfsprogrammen außerstande.

Partnerschaft in der Pandemie, das bedeutet für uns als kleiner Verein mit beschränkten Möglichkeiten nicht zuletzt, unsere laufenden Projekte in der Zusammenarbeit mit den verbundenen lokalen Organisationen fortzuführen. Verlässlichkeit in der Unterstützung ist in diesen Zeiten wichtiger denn je.

Gerade Bildungschancen von Kindern drohen jetzt in Länder des globalen Südens zu versiegen, da Schulschließungen für den Präsenzunterricht nicht durch Online-Alternativen kompensiert werden können - „Homeschooling“ ist dort kaum vorstellbar.

Mit unserer fortgesetzten Hilfe sorgen wir u.a. in den Kinderzentren immerhin für eingeschränkte Betreuungsangebote. Und mit einer grundlegenden Absicherung dafür, dass diese wichtigen Strukturen nicht wegbrechen und auch die dortigen Arbeitskräfte weiterhin ein rudimentäres Einkommen haben.