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Bolivien

 

Die Stadt El Alto, auf gut 4.000 m die höchstgelegene Großstadt der Welt, ist Ziel von Migration aus den ländlichen und Bergbaugebieten Boliviens. Sie wächst täglich, ja stündlich; in den städtischen Außenbezirken gibt es keine Infrastruktur, die Einwohner sind von Bildung und kulturellen Angeboten völlig abgeschnitten, Analphabetismus ist keine Seltenheit. Kinder und Jugendliche gleiten leicht in die Kriminalität und den Drogenmissbrauch ab.

 

In dieser Stadt haben wir zwei Kooperationspartner: 

 

COMPA (Comunidad de productores en artes) ist die Gemeinschaft schaffender Künstler_innen. Sie entstand aus der Theatergruppe Teatro Trono, gegründet 1989 in El Alto als Strassenkindertheater. Der Verein kämpft seit seinem Bestehen dafür, dass Kinder durch kulturelle Aktivitäten und andere Formen des Lernens widerstandsfähig gegen alltägliche Probleme werden. Mit der COMPA verbindet uns seit 2006 eine intensive Zusammenarbeit.

 

Außerdem unterstützen wir seit 2020 den Verein TAQICHUYMAMPI - das heißt "mit ganzem Herzen" in der indigenen Sprache Aymara. Unsere Projektpartner*innen engagieren sich in zwei Schulen im peripheren Distrikt 8 der Stadt El Alto dafür, dass Kinder und Jugendliche gewaltlos und sicher aufwachsen können.

 

Aufgrund der aktuellen Lage in Bolivien, bedingt durch die Corona-Pandemie, pausiert die Arbeit der Vereine zurzeit offiziell. Die Mitglieder versuchen nun, ihre Angebote zu digitalisieren und über soziale Netzwerke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Teilweise sind sie auch in der Nachbarschaftshilfe aktiv und versorgen bedürftige Familien mit notwendigen Grundnahrungsmitteln, soweit die Spenden dafür ausreichen.